Die achtziger Jahre - BRK Bereitschaft Weidhausen

Die achtziger Jahre

Für den verwaisten Posten des Kolonnenarztes stellte sich 1980 dankenswerterweise der neu in Weidhausen zugezogene Dr. Franz Münch in den Dienst der Sanitätskolonne. Im gleichen Jahr fand ein Ausbildungslager des Sanitätszuges für Katastropheneinsätze, dem die Sanitätskolonne Weidhausen angehörte, am Carl´schen Berg statt.

 

80er1981 verzichtete Günter Kubatz, der 16 Jahre und somit die längste Periode die Geschicke der Sanitätskolonne als Kolonnenführer geleitet hatte, auf eine Wiederwahl. Es sei an dieser Stelle gestattet, ihm für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Sanitätskolonne zu danken. Eine spätere Ehrung wurde ihm 1996 mit der Ernennung zum Ehrenkolonnenführer zuteil.

 

Turnusgemäß standen somit Neuwahlen an, aus denen Reiner Bauer als Kolonnenführer und Hubert Anton als dessen Stellvertreter hervorging. Die Aufgabe des Kassierers übernahm Heinz Griebner von Hermann Prall, der diese Funktion seit 1964 ausgeübt hatte. Rainer Gärtner übernahm das Amt des Depotwartes.

 

1982 kaufte die Gemeinde ein 10 Meter langes Sanitätszelt und übergab es der Sanitätskolonne zur Verwendung.

 

Zur Jahresschlussversammlung am 05.03.1985 ergab sich erneut eine Veränderung in der Kolonnenführung. Hubert Anton gab seinen Posten als stellvertretender Kolonnenführer auf. An seine Stelle trat Rainer Gärtner.

 

Auf dem Sportplatz in Neuensorg fand im Juli 1985 das Fachdienstlager des Kreisverbandes unter Mitwirkung aller Sanitätskolonnen des Landkreises statt. Im Rahmen dieses Fachdienstlagers wurde auch eine Landkreisübung abgehalten, zu der u. a. der Rettungshubschrauber aus Bayreuth erschien. Dieser konnte anschließend von der interessierten Bevölkerung besichtigt werden.

1988 übernahm die Kolonne die Betreuung der Besucher und Sportler anlässlich der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des TV Weidhausen.

 

Ein erneuter Wechsel in der Kolonnenführung erfolgte anlässlich der Jahreshauptversammlung am 31.01.1989. Rainer Gärtner übernahm das Amt des Kolonnenführers, Dieter Freitag den Posten des Stellvertreters.

 

In der zweiten Jahreshälfte 1989 war es die veränderte politische Lage, die es der Bevölkerung in der DDR ermöglichte, in den Westen zu reisen. Besonders unser Coburger Land, das ja durch den unmenschlichen Eisernen Vorhang vom Nachbarn Thüringen abgetrennt war, wurde mit lawinenartigen Besucherströmen konfrontiert. So unterstützte die Sanitätskolonne Weidhausen u. a. den Kreisverband bei der Einrichtung von Notunterkünften für Übersiedler. Sammlungen von Bekleidung, Spielsachen und Gebrauchsgegenständen für das tägliche Leben wurden für die in Weidhausen untergebrachten Übersiedler kurzfristig organisiert. Nach Öffnung der Grenze im Raum Coburg wurden Tausende von Besuchern, die als Anlaufstelle das Landratsamt zur Auszahlung ihrer finanziellen Unterstützung wählten, betreut und mit Tee und gespendeten Lebensmitteln und Spielsachen für die Kinder versorgt.

 
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