Die sechziger Jahren - BRK Bereitschaft Weidhausen

Die sechziger Jahren

Neben den Diensten auf dem Sportplatz, bei Einsätzen oder bei Übungen kamen auch Geselligkeiten nicht zu kurz. So wurde am 11.09.1960 ein Bus von der Fa. Omnibus Gutgesell Coburg gechartert und eine Fahrt ins Fichtelgebirge unternommen.

 

In den folgenden Jahren wurde weiterhin Erste-Hilfe-Ausbildung unter der Bevölkerung von den damaligen Ausbildern Georg Weckel, Hermann Prall und Lucie Brejschka betrieben, allerdings blieb es ein ständiges Problem der Sanitätskolonne, genügend Nachwuchs für die zu leistende Arbeit zu haben.

 

Am 15.10.1964 wurde erstmals in Weidhausen in der Volksschule ein Blutspendetermin abgehalten. 48 Blutspender erschienen zu diesem ersten Termin in Weidhausen und wurden von den Helfern der Sanitätskolonne und den Mitarbeitern des Blutspendedienstes versorgt. Das Blutspenden war zur damaligen Zeit noch lange nicht soweit entwickelt wie heute.

 

60erSo wurden 1965 und 1966 jeweils zwei Spendetermine in der Volksschule abgehalten. Bis zum heutigen Tage wurden bei unzähligen Blutspendeterminen in der Weidhäuser Volksschule von der Bevölkerung 18.972 Blutspenden gegeben (Stand 31.12.2007).

 

Bedauerlicherweise musste Heinz Rädlein aus gesundheitlichen Gründen bereits 1965 die Kolonnenführung wieder abgeben. Günter Kubatz war es schließlich, der die nicht leichte Aufgabe des Kolonnenführers übernahm. Sein Stellvertreter wurde Herbert Müller, die Aufgabe des Depotwart übernahm Kamerad Gustav Friedrich.

 

Am 23. und 24.04.1966 konnte die Kolonne das 40-jährige Jubiläum feiern. Am 23.04.1966 fand im Saale Grah der Festabend, zu dem die Einwohnerschaft eingeladen war, statt.

 

Am Sonntag, dem 24.04.1966 ging ein lang gehegter Wunsch der Sanitätskolonne in Erfüllung. Aus den Händen von Bürgermeister Fischer konnte Kolonnenführer Kubatz die Schlüssel für die neuen Depot- und Unterrichtsräume in der alten Schule entgegennehmen. An dieser Stelle sei der Familie Carl ein herzliches Dankeschön ausgesprochen, war sie es doch, die den Sanitätern jahrzehntelang einen Depotraum unentgeltlich überließ und in ihren Gasträumen Unterrichte und Kolonnenversammlungen ermöglichte.

 

Die noch junge Kolonnenführung sah sich jedoch weiterhin dem Nachwuchsproblem ausgesetzt, die älteren Mitglieder zogen sich zudem mehr und mehr zurück. In dieser Zeit war es Hans Gärtner, der den richtigen Draht zur Jugend fand. Er gründete 1966 eine Jugendrotkreuzgruppe, die er stetig aufzubauen verstand und die bis heute ununterbrochen besteht. Insbesondere das ab 1967 alljährlich im Rödertal abgehaltene Zeltlager war es, was die Jugendlichen begeisterte und für die Arbeit des Roten Kreuzes interessierte.

 

Erwähnenswert ist noch, dass 1967 in 5 Erste-Hilfe-Kursen die bisher nie mehr erreichte Zahl von 114 Personen in Erste Hilfe ausgebildet wurde. Auch die Zahl der jährlichen Erste-Hilfe-Leistungen durch die Kolonnenmitglieder sollte Erwähnung finden. So wurden z. B. 1967 in 498 Fällen Erste Hilfe geleistet, 1968 in 680 und 1969 in 545 Fällen. In diesen drei Jahren zusammen erfolgten somit insgesamt 1723 Erste-Hilfe-Leistungen durch die Mitglieder der Sanitätskolonne. Ein Zeichen, wie wichtig diese Einrichtung in unserem Ort ist.

 

Bis zum Ende der 60er Jahre ging es Dank der Jugendrotkreuzgruppe aufwärts mit der Mitgliederentwicklung. Auch wurden Altstoffsammlungen zur Verbesserung der finanziellen Situation eingeführt, die neben den stattfindenden Tombolen und den Spenden die Hauptstütze der Sanitätskolonne zur Anschaffung von Erste-Hilfe-Mitteln wurden.

 

In den 60er Jahren wurde auch der Katastrophenschutz ausgebaut. Hierbei war selbstverständlich auch das Rote Kreuz beteiligt. So wurden die Sanitätskolonnen Weidhausen, Sonnefeld, Ebersdorf-Frohnlach, Gestungshausen und Hassenberg im Katastrophenfall zu einem Sanitätszug zusammengefasst und neben den kolonneninternen Unterrichten zusätzliche gemeinsame auf den Katastrophenfall ausgerichtete Unterrichte abgehalten.

 
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