Dunkle Wolken am politischen Himmel - BRK Bereitschaft Weidhausen

Dunkle Wolken am politischen Himmel

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30.01.1933 brachte einschneidende Veränderungen für die Kolonnenarbeit mit sich.

 

Die "Freiwillige Sanitätskolonne Weidhausen vom Bayerischen Landesverein des Roten Kreuzes" musste sich ab sofort

 

  • Deutsches Rotes Kreuz
  • Bayerischen Landesverein
  • Sanitätskolonne Weidhausen


nennen.

 

1933 wurde an Stelle der bis dahin geltenden Bayerischen Ehrenordnung, die Jahresehrungen ab neun Jahren Mitgliedschaft vorsah, die Deutsche Ehrenordnung eingeführt, die Ehrungen für 5, 10, 15 Jahre usw. vorsah. Die Gründungsmitglieder der Sanitätskolonne Weidhausen erhielten dadurch nach sieben Jahren Mitgliedschaft im Dezember 1933 ihre Auszeichnung für 5 Dienstjahre.

 

Am 08.01.1934 wurde - fast in einer Nacht- und Nebelaktion - der Kolonnenführer Hauptlehrer Emil Weißbrod an die Schule nach Neustadt versetzt. Sein bisheriger Stellvertreter, der Schreinermeister Fritz Angermüller, übernahm das Amt des Kolonnenführers.

 

Aus den knappen zur Verfügung stehenden Geldmitteln mussten dann ab 1934 entweder neue - mitliärischer aussehende und dem neuen Zeitgeist entsprechende - Uniformen angeschafft oder die vorhandenen Uniformen nach genauen Vorgaben umgeändert werden. Die Arbeiten erfolgten wiederum durch Robert Eyrich aus Weidhausen.

 

Ab 1934 wurde auch im Schriftverkehr des Roten Kreuzes der bis dahin übliche Gruß durch den Gruß auf den Führer ersetzt. Am 08.12.1934 wurde Herzog Carl-Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha zum Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannt.

 

Bereits 1935 ergab sich eine neue Änderung in der Führung der Sanitätskolonne. Edmund Eyrich löste Fritz Angermüller, den gesundheitliche Gründe zum Rücktritt zwangen, als Kolonnenführer ab.

In welche Richtung das Land steuerte, lässt sich daran erahnen, dass nun vermehrt Unterrichte über Gas- und Luftschutz abgehalten wurden.

 

kreishaut-gross1937 fand die anstehende Landkreisübung in Weidhausen statt. Geübt wurde am Bahnhofsgelände, die von der Hitlerjugend gestellten "Verletzten" wurden versorgt, auf Tragen mit Decken und Stroh gelagert und zum Abtragsport in bereitstehende Eisenbahnwaggons verladen. Vor dem Verladen war "Apell" und die angelegten Verbände wurden von den als Prüfern eingeteilten Ärzten begutachtet.

 

Zum Rotkreuztag 1938 marschierten die Sanitätskolonnen des Landkreises auf dem Schloßplatz in Coburg vor dem Rotkreuzpräsidenten Herzog Carl-Eduard auf.

 

Ab Mitte 1938 musste die Sanitätskolonne Weidhausen den neuen Namen

 

  • DRK-Bereitschaft (m) Coburg 8

 

annehmen.

 
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