Zusammenfassung - BRK Bereitschaft Weidhausen

Zusammenfassung

Am 31.01.1926 kommt auf Initiative des damaligen Bürgermeisters Reinhold Knauer in der Gaststätte "Alte Post" eine Versammlung, vornehmlich aus Mitgliedern des Kriegervereins, zusammen. Zweck der Zusammenkunft ist, eine Sanitätskolonne zu gründen, da es am Ort damals keinen Arzt, keine Krankenschwester und keine Apotheke gab. Erster Kolonneführer wird Hauptlehrer Emil Weißbrod. Die ersten Jahre waren geprägt von zäher Aufbauarbeit. Auch ein Spielmannszug konnte damals aufgestellt werden. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich auch das Kolonnenleben entscheidend. Wohin der Weg führen sollte, zeigen auch die in dieser Zeit vermehrt durchgeführten Luft- und Gasschutzübungen.

 

Noch einmal einen Höhepunkt bildet das Ausrichten der Kreishauptübung 1937 zusammen mit allen Kolonnen des Landkreises. Durch den Kriegsausbruch werden immer mehr Sanitäter zum Militärdienst einberufen. Das Kolonnenleben kommt schließlich fast ganz zum Erliegen.

Erst 1946 konnte die Sanitätskolonne unter Führung von Alfred Bechauf wieder gegründet werden. Erneut war Aufbauarbeit notwendig. Viele Mitglieder waren im Krieg gefallen. Einen Höhepunkt bildet das am 12.08.1951 durchgeführte 25jährige Jubiläum. Hier wurde erstmals eine Jugendgruppe präsentiert. In den folgenden Jahren ging leider die Bereitschaft der Ortseinwohner zurück, sich der Kolonne aktiv anzuschließen.

 

Hans Methe und Heinz Rädlein führen die Kolonne in diesen schwiedrigen Jahren von 1953 bis 1965.

 

1965 wird Günter Kubatz Kolonnenführer und bleibt dies 16 Jahre lang. Unter der Leitung von Hans Gärtner findet sich 1966 erneut eine Jugendgruppe zusammen, die ununterbrochen bis heute besteht. Noch ein herausragendes Ereignis 1966: die Kolonne feiert ihr 40jähriges Jubiläum und erhält von der Gemeinde einen Raum in der alten Schule als Depot zur Verfügung gestellt. 1973 ein weiterer Höhepunkt: durch einer großartigen Spendenaktion der Weidhäuser Bevölkerung kann ein Kranken- und Mannschaftswagen angeschafft werden. Die Kolonne ist motorisiert. 1976 wird in einem würdigen und schönen Rahmen das 50jährige Jubiläum gefeiert. Es wird ein Anhänger mit Material für Großschadenerignisse erworben.

 

1981 wird Reiner Bauer Kolonnenführer. Weitere Höhepunkte sind das 1985 in Neuensorg durchgeführte Fachdienstlager der Landkreiskolonnen, dem sich die Kreisübung anschloß sowie 1989 der enorme Einsatz der Sanitäter vor und nach Öffnung der innerdeutschen Grenze. Seit Anfang 1989 ist Rainer Gärtner Kolonnenführer. 1991 erwirbt die Kolonne vom Rettungsdienst einen Krankenwagen und ist seitdem mit zwei Fahrzeugen einsatzbereit. Im gleichen Jahr können die von der Gemeinde zusätzlich erhaltenen und mit viel Eigenregie renorvierten Räume in der alten Schule eingeweiht werden. Es wird Zug um zug die Ausrüstung ergänzt, um die Sanitätskolonne, die sich seit 1993 auf Grund Satzungsänderungen "BRK-Bereitschaft" nennt nennt, fit für das neue Jahrtausend zu machen. 1995 wird fürden 22 Jahre alten Kranken- und Mannschaftswagen als Ersatz ein Mannschaftsbus angeschafft.

 

Am 01.07.2000 nimmt eine Helfer-vor-Ort-Gruppe in der Bereitschaft ihren Dienst auf, um damit den Rettungsdienst zu unterstützen und vor allem der Weidhäuser Bevölkerung bei Notfällen schnelle und qualifizierte Hilfe zu leisten. 2001 wird Dieter Freitag Bereitschaftsleiter. Am 09. und 10.06.2001 wird das 75jährige Jubiläum gefeiert. Im Herbst 2001 erhält die Helfer-vor-Ort-Gruppe einen Laiendefibrillator gespendet, mit dem bereits erfolgreich Leben gerettet wurde. 2002 sind Mitglieder, Fahrzeuge und Material der Bereitschaft beim größten Katastropheneinsatz Deutschlands, dem Jahrhunderthochwasser in Sachsen, im Einsatz. In all den Jahren werden Sanitätsdienste geleistet und Betreuungseinsätze wahrgenommen.

 

Die Bereitschaft ist ausrüstungsmäßig auf einem guten Stand. Neben einem Krankenwagen mit vollständiger Ausstattung ist ein Mannschaftswagen, ein seit 2002 vorhandenes geländegängiges Motorrad und ein Anhänger mit notwendiger Ausrüstung für Großschadensereignisse vorhanden. Weiterhin sind wir mit drei Zelten, Elektroausstattung, Flutlichtstrahlern und Notstromaggregat sowie Feldbetten, Decken und Kochgelegenheiten für technische Hilfeleistungen und Betreuungseinsätze gerüstet.

 

Wollen wir hoffen, dass sich in unserem Ort auch in Zukunft immer Menschen finden werden, die nach dem Motto des Roten Kreuzes

 

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut"

 

unserer Gemeinschaft beitreten und sich für den Dienst am Nächsten zur Verfügung stellen.

 
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